Quick Up-Strandmuschel

Wir waren ab dem 23.06 für ein paar Tage auf Usedom, um noch einmal ein wenig abzuschalten, zu entspannen und Wasser, Strand und Leben zu genießen. Um optimal, im Sinne von Equipment, auf diesen Urlaub vorbereitet zu sein, bot es sich an, dass Angebot von ALDI wahr zu nehmen. Früh um 8 hin und mit etwas Glück noch eine der letzten Standmuscheln bekommen. Ein Wahnsinn, dass es noch immer einen Run auf Angebote beim Discounter gibt und manche Dinge bereits nach Minuten ausverkauft sind.

Auf alle Fälle machten wir uns nach ein paar, eher vom schlechten Wetter gezeichneten, Tagen auf den Weg an den Strand. Die Muschel sollte und Alexander dachte mit.
Ich wollte das Ding erst einmal in dem Garten, in dem wir untergekommen waren, aufbauen und wieder zusammenpacken. Nicht, dass man sich dann am Strand blamiert. Bloß gut ich tat es. Das Aufbauen war echt mehr als einfach. Auspacken und fertig.
Das Zusammenbauen aber. Meine Fresse. Das hatte es in sich. Ein Konzept, welches sich nicht sofort erschließt, eine Anleitung, die anfänglich mehr Fragen produziert als Antworten gibt. Nach einigem hin und her, her und hin und viel probieren klappte es dann aber. Dann noch einmal und dann auch noch zum dritten. Ich war gerüstet

Am Strand angekommen bemerkte ich, dass wir nicht allein mit der Muschel von ALDI waren. Im unmittelbaren Umfeld standen noch 2 davon am Strand. Beim späteren Abbauen von diesen wurde recht schnell recht deutlich, dass diese Personen vorher nicht geübt haben. :D
3 Leute um die Muschel, einer liest die Anleitung und 2 versuchen das Ding irgendwie zu bändigen. Phasen von Wut, Resignation, Aggression und Depression wurden durchlebt, bis es dann endlich doch geklappt. Plan B, dass Ding so wie es ist ins Auto zu packen, hätte sicherlich auch nur bei Transportern funktioniert.

Familie 2 war ähnlich unterhaltsam. Aber sie ernteten lobenden Beifall von unserer Decke, als das Tageswerk, Quick Up-Strandmuschel zusammenbauen, erledigt war.
So langsam wurde es nun aber spannend. Wir waren dran und die Nervosität stieg. Würde ich es besser hinbekommen? Hatte ich die Bewegungen noch drauf?
So oder so ähnlich müssen sich Menschen vor dem Finale in Wimbledon oder vor dem Anpfiff des Finales der Fifa WM fühlen. Meine Unsicherheit war auch der Grund, warum ich meine Hilfe den Anderen nicht anbot.

Ich packte nun das Ding und zack bum, knick knack, rucki, zacki, lecki war es eingepackt. Beifall von der Seite. Es war geschafft. Ein wenig wie Tom Hanks in Cast Away rief ich innerlich ich habe Feuer gemacht ich habe eine Quick Up-Strandmuschel abgebaut.

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